TC "Frei-weg" 1920 Neuss-Grimlinghausen

Chronik

Wie alles begann...

Erstes Foto von 1920

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg im Jahre 1920 fanden sich die Spielleute Wilhelm Hermanns, Anton Daniels, Johann Bongartz und der später in Neuss als Tambourmajor sehr bekannt gewordene Karl Esser zusammen, um zum ersten Schützenfest nach dem Kriege für die Vereinigten Schützen aufzuspielen. Ihr erfolgreiches Auftreten veranlasste weitere Spielleute, sich für ein zweites Grimlinghauser Tambourcorps zu interessieren.

1920 - 1939

Wenige Wochen nach dem ersten Nachkriegsschützenfest, am 4. September 1920, trafen sich folgende Spielleute: Heinrich Bausch, Mathias Bausch, Johann Bongartz, Wilhelm Busch, Heinrich Does, Wilhelm Hermanns, Hubert Torgartz, Andreas Zimmermann und Anton Daniels.

Schon nach kurzer Beratung gründeten sie unter dem Namen "Frei-weg" 1920 Grimlinghausen das zweite Grimlinghauser Tambourkorps. Zum Tambourmajor wurde einstimmig Wilhelm Hermanns gewählt. Das Gründungsprotokoll liegt heute noch vor.

Durch zackiges Auftreten an den Kirmestagen und durch zahlreiche Siege bei Tambourwettbewerben wurde das Korps bereits in den Aufbaujahren über Grimlinghausen bekannt. Im Jahre 1924 trat Wilhelm Hermanns als Major zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Anton Daniels gewählt. Unter seiner Führung erwarb sich das Korps seinen in allen Schützenkreisen auch heute noch klangvollen Namen, denn Auftreten und Leistungen sprachen für sich.

1948 - 1950

Der Zweite Weltkrieg unterbrach auch die Entwicklung des Tambour-Corps "Frei-weg". Zum Schützenfest 1948 hatten sich die unverwüstlichen Spielleute jedoch wieder zusammengefunden und marschierten unter ihrem alten Tambourmajor auf, schneidig wie eh und je.

Die erfreuliche Neu- und Aufwärtsentwicklung des Korps, die mit dem Schützenfest 1948 eingeleitet worden war, wurde 1950, als sich das Korps spaltete, jäh unterbrochen. Das dritte Grimlinghauser Tambourcorps „In Treue Fest“ wurde gegründete und schloss sich dem Jägercorps Grimlinghausen an. In einer schicksalhaften Versammlung am 5. November 1950 wurde aber der Fortbestand des alten Tambourkorps unter dem alten Namen und alten Tambourmajor Anton Daniels beschlossen und gesichert. Großen Anteil hatte hieran der allzu früh verstorbene Bernhard Tillmann.

Gruppenfoto von 1950

1953 - 1955

Am 5. Dezember 1953 entschloss sich Anton Daniels, die Führung seines Korps einem jüngeren Schützen anzuvertrauen. Die Versammlung beschloss, das freiwerdende Amt des Tambourmajors dem aus einer bekannten Schützenfamilie stammenden Jäger Peter Brüggen anzutragen. Peter Brüggen nahm dieses ehrenvolle Angebot in der Versammlung vom 4. Januar 1954 an. Unter seinem neuen Tambourmajor bemühte sich das Korps um weitere Leistungssteigerungen. Getragen vom Elan der Jungen und den Erfahrungen der Alten machte es recht bald gute Fortschritte, und die Erfolge blieben nicht aus.

1955 - 1958

Bereits im Jahre 1955 marschierten die Spielleute in ihren viel bewunderten neuen blauen Uniformen mit weißem Koppelzeug auf. Sie ernteten begeisternden Beifall. Freunde und Gönner ermöglichten es darüber hinaus, die Uniform mit dem Wappen Grimlinghausens, dem Ziegenbock, zu versehen. Unter diesem Wappen stellte das Tambour-Corps "Frei-weg" im Laufe der Jahre auf vielen Veranstaltungen der näheren und weiteren Heimat, ja sogar im Ausland, sein Können unter Beweis. Erfolg reihte sich an Erfolg!

1955 begann auch die enge Verbindung zur damaligen Grünweg-Siedlung (Gnadental), wo das Korps seither, also seit rund 60 Jahren, mit geringer Unterbrechung nicht nur zum Schützenfest, sondern auch zu Frühkonzerten und Pfarrfesten, aufspielt. Zum 50. Jubiläum des Bürger- und Heimatvereins Gnadental im Jahr 2008 wurde „Frei-weg“ zum Regimentstambourcorps ehrenhalber ernannt.

1956 fand das Korps für sein Vereinsleben eine feste Heimat: Der Gasthof Hetzel, der schon seit 1954 als Verkehrslokal gedient hatte, wurde zum ständigen Vereinslokal. Nach der Schließung der Gaststätte im Jahre 1991 besaß das Korps nach rund 35 Jahren keine feste Versammlungsstätte mehr.

Parade von Peter Brüggen sen. 1956

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